Projektentwicklung

Deponien müssen langfristig geplant werden. Eine sorgfältige Evaluation und Planung dauert mehrere Jahre.

Zu Beginn der 1980er Jahre wurden im Zuge des Baus der Autobahn A1 erstmals Aushubmaterialien in der Geländekammer Chalberhau abgelagert. Seit dem Jahr 1995 ist der Standort Chalberhau im kantonalen Richtplan als Deponiestandort für verschmutzte Materialien festgesetzt. Da das Gebiet kein nutzbares Grundwasser aufweist, sehr nahe zu den Orten der Abfallentstehung liegt und die geologischen Bedingungen einen dichten Untergrund gewährleisten, ist der Standort für eine Deponie besonders gut geeignet.

Im Zuge der Überarbeitung des Richtplanes im Jahr 2009 wurde vom Kantonsrat an den beiden Standorten Chalberhau und Feldmoos festgehalten. Auf Einwirken des Gemeinderats Rümlang wurden die Rahmenbedingungen zur Erschliessung der Deponie Chalberhau ab der Umfahrungsstrasse festgesetzt. Dies ist vertraglich zwischen der Gemeinde und der Deponiebetreiberin gesichert. Zudem wurde vom Kanton festgesetzt, dass nur einer der beiden Standorte Chalberhau oder Feldmoos gleichzeitig in Betrieb sein darf, wobei der Standort Chalberhau zu priorisieren sei.

Nach der entsprechenden Projektentwicklung und Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurde der kantonale Gestaltungsplan für den Bau der Deponie Chalberhau im Jahr 2016 öffentlich aufgelegt und schliesslich von den kantonalen Behörden festgesetzt.

2017 wurde die Errichtungsbewilligung erteilt und der Spatenstich für die Deponiebauarbeiten erfolgte gleichzeitig mit der Eröffnungsfeier für die Erschliessung ab der Umfahrungsstrasse. 

Nach einem guten Jahr Bauzeit wurde im Herbst 2018 die Betriebsbewilligung für die Deponie Chalberhau erteilt und die Deponie konnte den Betrieb aufnehmen. 
 

Deponiegeschichte

1995 Der Standort Chalberhau wird im kantonalen Richtplan als Deponiestandort festgesetzt.

2009 Im Rahmen der Überarbeitung des kantonalen Richtplanes wird am Standort festgehalten. Ergänzung der Bedingungen zur Erschliessung und dem Betrieb.

2014 Der Start der Projektentwicklung erfolgt mit der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Bau einer Deponie Typ B für wenig verschmutzte Materialien.

2016 Der Gestaltungsplan für den Bau einer Deponie Typ B liegt öffentlich auf. Die kantonalen Behörden setzen diesen fest. Start der Vorbereitungsarbeiten für die Basisdeponie: Werkleitungsverlegungen und Erstellung Verkehrsknoten Birchstrasse, welcher als Zufahrt während Bau und Betrieb dient.

2017 Baubewilligung und Spatenstich für den Aushub der künftigen Deponiesohle. Boden- und Aushubarbeiten, Schüttung des Sichtschutzes, Anlegen der Ober- und Unterbodendepots, Abdichtung der Deponiesohle mit anstehendem Material, Bau der Entwässerungsanlage, Infrastrukturbauten.

2018 Eröffnung der Deponie. Die Deponie leistet seit dem Jahr 2018 ihren Beitrag zur sicheren, langfristigen und umweltverträglichen Ablagerung von wenig belasteten Materialien.