Bedarf

Weshalb braucht es Deponien in Zeiten des Recyclings?

Deponien gewährleisten die langfristige und kontrollierte Ablagerung von Abfällen. Die Ablagerung erfolgt nach den gültigen Sicherheitsstandards. Damit die endliche Ressource "Deponievolumen" möglichst geschont und langfristig genutzt werden kann, arbeiten die Eberhard Unternehmungen stets an der Optimierung der Kreislaufwirtschaft.

50% der anfallenden Mengen an wenig belasteten Aushubmaterialien (Inertstoffe) müssen im Kanton Zürich in den Baustoffkreislauf zurückgeführt werden. Auf der Deponie werden diejenigen Materialen abgelagert, die nicht recycelt werden können oder deren Aufbereitung mit sehr hohem Energieaufwand verbunden wäre.

Kantonale Pflichten

Die Abfallplanung und Entsorgung liegen in der Verantwortung des Kantons. 

Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) Art. 4, Abfallplanung:
Die Kantone erstellen für ihr Gebiet eine Abfallplanung. Sie umfasst insbesondere:

  1. die Massnahmen zur Vermeidung von Abfällen;
  2. die Massnahmen zur Verwertung von Abfällen;
  3. den Bedarf an Anlagen zur Entsorgung von Siedlungsabfällen und anderen Abfällen, deren Entsorgung den Kantonen übertragen ist;
  4. den Bedarf an Deponievolumen und die Standorte von Deponien (Deponieplanung);
  5. die notwendigen Einzugsgebiete.

Abfallsituation Kanton Zürich

Der Kanton Zürich führte als erster Kanton bereits im Jahr 2005 eine Verwertungspflicht für wenig verschmutzte Aushubmaterialien (bis 2016 bekannt als Inertstoffe) ein. Gemäss der aktuell gültigen Richtlinie müssen mindestens 50% der anfallenden, wenig verschmutzten Aushubmaterialien verwertet und somit in den Baustoffkreislauf zurückgeführt werden (vgl. Behandlungsregel des Kantons Zürich).
Aufgrund des nach wie vor hohen Bedarfes an Wohnraum und Infrastrukturbauten ist gemäss dem Massnahmenplan Abfall- und Ressourcenwirtschaft im Kanton Zürich in naher Zukunft nicht mit einem Rückgang der entsprechenden Abfälle zu rechnen. Trotz Vermeidung und Verwertung braucht es Deponien im Kanton Zürich.

Engagement der Eberhard Recycling AG

Die Eberhard Recycling AG leistete bereits im Jahr 1995 Pionierarbeit mit dem Bau der schweizweit ersten Bodenwaschanlage für kontaminierte Materialien. Seit diesem Zeitpunkt trägt die Anlage massgeblich zur Umsetzung der Verwertungspflicht des Kantons Zürichs und somit zur Schonung der wertvollen Deponieressourcen bei. Auch im Baustoffrecycling sind die Eberhard Unternehmungen eine treibende Kraft in der Branche und sorgen dafür, dass auf den Baustellen Urban Mining betrieben wird. Mit dem Bau des neuen Aufbereitungszentrums für Bauabfälle EbiMIK, in Oberglatt, werden neue Massstäbe in der Kreislaufwirtschaft gesetzt.